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Netzwerke als Basis einer globalen Zusammenarbeit

Expertenwissen oder lieber mittelmäßige Allrounder.

 

In der Online Marketingbranche herrscht oftmals eine Spirale der Unzufriedenheit! Der klassische Ablauf dieser Kundenbindung auf Zeit läuft meist nach demselben Schema ab: Eine Agentur hat eine geniale Idee, ein geniales Produkt und ist damit am Markt erfolgreich. Es konzentriert sich voll auf die Vermarktung und übersieht dabei, dass in der Zwischenzeit durch die rasante Entwicklung das Produkt schnell ein alter Hut ist. Wirkliche Weiterentwicklung passiert aus Ressourcengründen nicht. Die Kunden werden immer unzufriedener bis sie schließlich zu einer neuen Agentur wechseln, die zu diesem Zeitpunkt gerade auf ihrem Höhepunkt ist. Dort wiederholt sich im Grunde dieses Spiel und beginnt von vorne!

Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Das Web 2.0 hat unter anderem auch ein transparentes weltweit verfügbares Gemeinwissen hervorgebracht. Das bedeutet, dass grundsätzlich alle Informationen und Neuerungen für jeden Menschen auf der Welt abrufbar sind. Diese Entwicklung hat in unserer Gesellschaft weitreichende Konsequenzen und das Expertentum kann etwas ironisch überspitzt folgendermaßen beschrieben werden:

Ein Experte ist eine Person, die von immer Weniger immer Mehr weiß, bis sie von Nichts Alles weiß!

Zugegeben! Die Schlussfolgerung dieser Thematik ist doch etwas humorvoll gewählt. Tatsächlich sind mir jedoch Menschen, die sich in vielen Bereichen unseres Lebens als Experten verkaufen etwas suspekt! Der Grund liegt darin, dass, wir durch diese rasante Entwicklung einer immensen und ständigen Weiterentwicklung unterliegen und durch dieses ständige „Up to Date Sein” in unterschiedlichsten Bereichen im Prinzip unsere gesamten Ressourcen verbraucht würden, was in der Praxis unmöglich ist!

Daher gibt es genau genommen unterschiedliche Ebenen des Expertenwissens. Am einen Ende der Skala befinden sich jene Experten, die sich durch ein höchst spezifisches Detailwissen auszeichnen und in diesem spezifischen Bereich wahre Genies sind! Am anderen Ende des Expertentums befinden sich die, wie ich sie gerne bezeichne, Dolmetscher. Jene Menschen die sich mit den konzeptionellen Grundlagen auseinandersetzen, den Überblick bewahren und stets wissen an wen man sich wenden muss um für Probleme eine adäquate Lösung zu finden!

Agenturen müssen lernen das Web 2.0 auch für die interne Entwicklung zu nutzen!

Erst neulich habe ich einen Bericht in einem österreichischen Marketing Magazin gelesen, dass mich in dieser Meinung wieder bestätigt hat! Darin wurden die „TOP Online Medien Agenturen” zur Zukunft des Online Marketing befragt. Das Ergebnis war für mich erschütternd, da hier keine Visionen, keine Rezepte, kein Zukunftsglaube heraus zu hören war!

Ich wollte dem Grund dieser, fast resignierend und verleugnend wirkenden, Stellungnahmen auf den Grund gehen und stellte fest, dass die „führenden Medien Agentur Zampanos” gedanklich noch im Web 1.0 leben und daher gar nicht über die Fähigkeit verfügen, sich im Web 2.0, mit all seinen Vorteilen und Möglichkeiten, zu bewegen. Daher ist es auch logisch, dass diese Agenturen Ihren Kunden auch keine zeitgemäßen Rezepte anbieten können.

Gibt es einen Weg aus dieser Spirale?

JA! Den gibt es. Taucht in das Web 2.0 ein und nutzt es zu eurem Vorteil! Sowohl für den eigenen Vorteil und die Weiterentwicklung als auch für Kunden, die von einer Online Medien Agentur zu Recht erwarten laufend am Puls der Zeit zu sein!

Wie kann man das Web 2.0 also als Innovationsquelle nutzen?

Als Vorbild kann man da das Instrument des Outsourcing aus der Unternehmensführung hernehmen. Dabei geht es stark vereinfacht darum, unrentable Bereiche aus dem Unternehmen auszulagern um so Kosten zu sparen.

Nehmen wir nun diesen Grundgedanken her und transformieren ihn in unsere bisherige Aufgabenstellung, so ergeben sich mit den Möglichkeiten des Web 2.0 neue Formen der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung. Globale Netzwerke von Experten aus verschiedenen Detailbereichen werden von den oben beschriebenen „Dolmetschern” moderiert und begleitet! So kann sich jeder auf sein Fachgebiet konzentrieren und in diesem Bereich die Entwicklung vorantreiben. Und für die Koordination dieses Wissens sorgen die Dolmetscher. Und dadurch kann ein Unternehmen langfristig erfolgreich sein!

Und dieses globale Networking funktioniert auch in der Praxis?

JA! Bestes Beispiel für das Funktionieren dieser neuen Form von Network-Companies sind für mich etwa die CMS (Content Management Systeme) Joomla und Co. Sie haben gezeigt, dass ein globales Zusammenspiel von Experten nachhaltig innovativ ist und jedem Eigenbau CMS kleiner Agenturen weit überlegen ist.

Literaturempfehlung: