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Positive Effekte des Internets

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„Neue Studien belegen, dass Teenager sozial und intellektuell von digitalen Medien profitieren!“

Diese Überschrift las ich in der letzten Psychologie heute. Demnach tauchen in der Literatur vermehrt Untersuchungen auf, welche die positiven Effekte auf die Jugend unterstreichen. Noch vor wenigen Jahren sahen die Untersuchungsergebnisse zu diesem Thema ganz anders aus. Damals waren sich viele Fachleute einig, dass das „böse Internet“ eine Gefahr für unsere Jugend darstellt und man sehr aufpassen müsse auf unsere Jugend.

Wie ist diese Trendumkehr zu erklären?

In diesem Zusammenhang gibt es sicherlich viele Aspekte zu berücksichtigen.

 

Ein technischer Aspekt, den viele Wissenschafter sicher vehement zurückweisen beruht sicher auf dem Sprichwort: „Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“. Im Rahmen meines Psychologiestudiums habe ich mich, wie in Graz üblich, auch sehr intensiv mit dem Thema Statistik und den entsprechenden Tests und wissenschaftlichen Studien befasst. Jeder der mit der statistischen Materie vertraut ist weiß, dass man Testergebnisse mittels statistischer Verfahren dahingehend „modifizieren“ kann, dass Sie zwar mathematisch korrekt bearbeitet wurden, aber zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen. Daher kann man, wissenschaftlich/statistisch korrekt die Ergebnisse unterschiedlich darstellen. Ich möchte hier ganz bewusst nicht tiefer in diese Materie einsteigen und über Validität und Reliabilität etc. sprechen, da das dieses Thema sprengen würde.

Der Aspekt der Interpretation der statistischen Ergebnisse ist im Anschluss ein weiterer wichtiger Punkt, der einer Studie die Kernaussage verleiht. Die wissenschaftliche Interpretation wird natürlich, auch bei Einhaltung der wissenschaftlichen Kriterien, immer mit dem Hintergrund einer Hypothese stattfinden, die es zu Verifizieren oder zu Falsifizieren gilt. Und in diesen Untersuchungen haben zumeist die Autoren einer Studie eine Ahnung, was denn das Ergebnis sein könnte.

 

Wenn wir nun unter diesen beiden Aspekten diesen Sinneswandel erneut betrachten, stellen wir fest, dass in den 90er Jahren das Internet eher eine Randerscheinung und vollkommen ungeordnet war. Das Thema web 2.0, soziale Netzwerke, Twitter, Foren usw. waren noch nicht einmal angedacht. Daher wurden auch hauptsächlich Studien anhand kleiner Randgruppen erstellt, die natürlich erwartungsgemäß eine Signifikanz aufgewiesen haben. Mittlerweile leben wir mitten im web 2.0, das Internet ist ein Massenmedium geworden und die Generation, die mit dem Medium Internet aufgewachsen ist, ist bereits im Berufsleben. Die gesamte Kommunikation ist nachhaltig verändert worden.

 

Unter diesen Gesichtspunkten ist es nicht verwunderlich, dass Wissenschafter in Ihren Studien dem Internet mittlerweile durchaus positive Effekte zuordnen. Eine sehr umfassende Studie zu diesem Thema machte unter anderem die MacArthur Foundation (Living and learning with new media Press 2009) in den USA

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 27. Januar 2010 um 14:08 Uhr  

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