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Auch einmal NEIN sagen!

Es erstaunt mich immer wieder bei meinen Benchmarking Analysen, mit welcher Konsequenz so manche „Full Service” Werbeagenturen ihre Klienten „nicht-beratend” zur Seite stehen! Wenn ich dann die Webseiten dieser Agenturen durchforste, so entdecke ich zumeist ein sehr beeindruckendes Portfolio an Leistungen, dass sich immer wieder hinter dem wissenschaftlichen Deckmantel der „Marketingberatung” versteckt und mit modernen Begriffen wie „Suchmaschinenoptimierung”, „Web 2.0 Beratung”, „Online Marketingberatung” und Ãhnlichem das Angebot abzurunden versucht. Wenn wir nun versuchen das nötige Know-how für eine wirklich kompetente „Full Service” Beratung zusammenzufassen, so stellen wir fest, dass dafür ein ungeheures Expertenwissen aus vielen Bereichen notwendig ist.

Eierlegende Wollmilchsau Text

Schließlich ist allein der Bereich Marketing eine immens große Spielwiese für Experten, die sich aus vielen Teildisziplinen (Preispolitik, Produktpolitik, usw.) zusammensetzt. Addieren wir dazu noch die künstlerisch- kreative Seite des gesamten Grafik Bereiches, ergänzen das durch die unglaubliche Vielfalt der Werbung, mit allen ihren Möglichkeiten und Facetten und stellen uns dazu noch das sehr rasch expandierende Betätigungsfeld der online Möglichkeiten (wie etwa Suchmaschinenoptimierung, virales Marketing usw. usw.) vor, so kommt mir oft vor, dass in vielen Agenturen, die nicht über ein globales Netzwerk von Expertenwissen verfügen, gewaltige Kapazunder sitzen müssen.

Die Werbepraxis sieht anders aus!

Eine Frage vorweg! Glauben Sie, dass es wirklich so viele Übermenschen gibt, die in unserer höchst differenzierten arbeitsteiligen Welt in so vielen Bereichen unschlagbare Experten sind? Nein!? Ich auch nicht.

Daher seien Sie auf dem Weg zu Ihrer künftigen Full Service Werbeagentur ruhig etwas skeptisch und lassen Sie sich ausreichend Zeit für die Beratung.

Drum prüfe, wer sich bindet!

Erwarten Sie bitte nicht, dass eine Agentur, mit der Sie insgesamt vielleicht ein paar Stunden gesprochen haben, Ihre Firma so gut kennt, dass Sie gleich das optimale Marketing Mix parat haben kann.

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Web 2.0 fördert den Analphabetismus

Google stellt neue Brille vor!

Mit dieser Brille trägt jeder einen kleinen Computer auf der Nase und kann überall und zu jeder Zeit über Sprachsteuerung die benötigten Informationen googlen… Man muss weder lesen noch schreiben können, da diese Fertigkeiten durch die Sprachsteuerung ersetzt werden!

 

Pinterest boomt mit unglaublichen Zuwachszahlen!

Für jene, die Pinterest (noch) nicht kennen, es handelt sich um eine Art soziales Netz, wo nur mehr Bilder geteilt werden und durch „folgen“ und „re-pinnen“ eine Collage aus eigenen Bildern und Bildern von Anderen entsteht – vollkommen ohne Buchstaben …

 

Auch in meinem beruflichen Tun merke ich zunehmend, dass schriftliche Inhalte immer weniger wahrgenommen werden und nur mehr mit auffälligen Bildern ein Feedback zu erreichen ist. Auch dabei scheint die Devise zu sein: „Auffallen um jeden Preis!“…

 

 

Was bedeutet diese Entwicklung in der Praxis? Sind die (funktionellen) Analphabeten auf dem Vormarsch und überrollen sie uns? Weiterlesen

Merry Christmas

#GoodNewsGoodDay

Dieser Leitsatz prägt seit einiger Zeit mein Tun. Wir werden ständig mit schlechten Nachrichten konfrontiert. Die Sensationsgier der Medien fügt zu beinahe jeder Nachricht Adjektive hinzu, welche eine Katastrophe implizieren, in der Angst sonst nicht mehr wahrgenommen zu werden. Im Zuge dieser sprachlichen Verwahrlosung der Nachrichten soll es nicht verwundern, wenn einem vermeintlich objektiven Suchenden ein recht desaströses Bild unserer Welt gezeichnet wird. Dabei beginnt ein guter Tag stets mit einer guten Nachricht!

Es geht nach oben!

Es geht nach oben!

Ich hoffe, dass sich im Laufe der Zeit wieder mehr Menschen dieser Tatsache bewusst werden… denn wir gestalten auch mit unseren Gedanken die Welt…

In diesem Sinne #GoodNewsGoodDay

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Wird das iPad zur neuen Chance für das Verlagswesen?

Bereits seit einiger Zeit herrscht bei den Verlagen Katerstimmung, wenn es um das Web 2.0 geht. Der Umstand, dass das Informationsweb nahezu ohne Zeitverzögerung Informationen für die ganze Welt online kostenlos verfügbar macht, trifft natürlich jene Branche besonders hart, die mit dem Publizieren von Informationen bisher ihr Geld verdient haben – die Verlage!

Diese Argumentation ist durchaus verständlich und die Sorge im Verlagswesen berechtigt, wenn sie meinen, dass gut recherchierter Content nun einmal durch viel Zeit- und Geldaufwand erstellt wird und dieser Aufwand entsprechend abgegolten werden sollte. Wie Sie als Leser gerade selbst in diesem Moment zeigen, beobachten wir andererseits jeden Tag, dass das Web 2.0 in den zahllosen Blogs immer wieder neue Informationen, Meinungen, Gedanken und Schlussfolgerungen aus dem Internet hervorbringt und somit ebenso einen, mehr oder weniger fundamentalen Beitrag zur Informationsgesellschaft leisten.

Lassen Sie mich wieder einen Gedankensprung zum Titel machen, wo ich das iPad als mögliche neue Chance bezeichnet habe. Gemeint ist, dass durch die restriktive App’s Kultur im Apple iPad, Verleger nun die Chance erhalten, durch das Anbieten entsprechender App’s, deren Content auf eine lukrative Basis zu stellen und endlich die verdiente Abgeltung Ihrer Informationsbereitstellung erhalten.

iPad als Lösung oder als Anfang vom Ende?

Sicherlich erscheint auf den ersten Blick das iPad tatsächlich der lang ersehnte Ausweg aus der, seit Langem bekannten, Misere zu sein. Verleger haben nun die Möglichkeit Ihren Content über App’s entsprechend abgegolten zu bekommen und eine vermeintliche Lösung dieses, seit Langem bestehenden, Problems scheint vorerst gefunden.

Wie geht es weiter mit dem App-Store?

Betrachten wir die Erfolgsgeschichte von Apple, insbesondere den App-Store, so muss selbst der Mitbewerb neidlos anerkennen, dass das dahinterstehende Marketingkonzept bis ins kleinste Detail durchdacht und schlichtweg genial war. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man vermutlich Microsoft öffentlich hingerichtet hätte (und in der Vergangenheit bereits in zahlreichen Wettbewerbsverfahren auch mit satten Strafen belegt hat), wenn Microsoft versuchen würde, ein derart geschlossenes System zu vertreiben. Aber da Apple die längste Zeit im Schatten von Microsoft stand, war es möglich still und heimlich ein derartig rigides System aufzubauen, wo ein Apple Nutzer in eine vollkommene Abhängigkeit gezwungen wird – Oder glauben Sie, dass sie als Apple User die Wahl haben Ihre Apps nach belieben auch zum Beispiel aus dem Ovi Store von Nokia zu beziehen? Bleibt nur abzuwarten, wann die Wettbewerbshüter sich dieser Thematik Annehmen werden…

Und wie geht es weiter?

Nun, diese Frage kann ich nicht beantworten – aber ich bin sehr gespannt. Ich denke aber, dass sich Apple langfristig wird öffnen müssen, was den Wettbewerb entsprechend anregen wird. Was diese Entwicklung aber längerfristig für das Verlagswesen bedeutet, wird spannend bleiben! Fest steht aber, dass auch hier die marktwirtschaftlichen Mechanismen greifen werden, die wir schon aus der Natur kennen: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen fressen die Langsamen!” Daher wir es auch in diesem Bereich zu einer globalen Marktbereinigung kommen, bei der jene Akteure, die sich als Opfer sehen und die Situation krank reden bestraft werden und jene Akteure, die flexibel auf Entwicklungen eingehen und Ihre Stärken ausbauen, um die Zukunft mitzugestalten werden belohnt.