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Das haben wir schon immer so gemacht

Eine der beliebtesten Killerphrasen in Unternehmen ist sicherlich „Das haben wir schon immer so gemacht!“.

Welche Führungskraft wurde noch  nicht mit derartigen Killerphrasen und Totschlagargumenten konfrontiert? Ich kenne keinen Manager, für den diese Leerlaufargumente nicht den Albtraum darstellen. Schafft man es tatsächlich, dieser Argumentation auf den Grund zu gehen, stellt sich meistens heraus, dass diese sinnfreie Argumentation die pauschale Rechtfertigung für nahezu alle Veränderungen in Unternehmen darstellen.

Das haben wir immer so gemacht

Woher kommt diese Neigung Neues stets mit solchen Phrasen versuchen im Keim zu ersticken? Hauptsächlich beruht diese Argumentationsform in dem Wunsch seine Arbeitsabläufe möglichst in kalkulierbaren Bahnen zu belassen und damit berechenbar zu machen. Weiterlesen

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Betrachtungen zur Qualität

Das Thema Preis ist ein omnipräsentes Reizthema. Wohl kein Mensch im Vertrieb läßt es kalt, wenn es im den Preis geht. Viele Verkäufer bekommen Herzrasen wenn man bei der Angebotseröffnung sich dem Preisthema nähert.  Woran liegt das?

Nun, beobachten wir uns einmal selbst! Wenn wir etwas wollen, wird geradezu automatisch versucht, das gewünschte Produkt noch etwas billiger zu bekommen. Ein vollkommen verständliches Verhalten, wie ich meine. Daher ein Appell an alle Verkäufer da draussen – vorausgesetzt der Verkäufer repräsentiert ein seriöses Unternehmen, das gediegene Leistungen zu einem vernünftigen Preis- Leistungsverhältnis bietet (alle Anderen bitte weiterklicken!): „Wenn sich das Verkaufsgespräch dem Preis nähert, sehen sie diesen Preis mit stolzten Augen, da sie ein leistungsfähiges Angebot erstellt haben, das jeden Cent wert ist!“ Weiterlesen

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Soziale Netzwerke und der Arbeitsmarkt

Inwieweit verändern die „Social Networks“ den Arbeitsmarkt?

Diese recht interessante Frage taucht immer häufiger beim Individual-Coaching auf. Die sozialen Netzwerke haben innerhalb kurzer Zeit unser Leben beeinflusst. Was die Google Suche noch vor einigen Jahren war, ist heute das „Abchecken“ des Gesprächspartners auf den sozialen Netzwerken im Vorfeld eines Termines. Im beruflichen Kontext spielen da vor allem Xing und LinkedIn eine Rolle. Wobei Xing, derzeit noch, im deutschsprachigen Raum dominiert und LinkedIn, das erst vor wenigen Wochen einen fulminanten Börsenstart hingelegt hat, international die Vorherrschaft innehat. Jedoch wird (meiner Meinung nach) sicher LinkedIn auch in Deutschland und Österreich in nächster Zeit einiges an Terrain gegenüber Xing gutmachen, da nun in München ein Büro eröffnet wird, mit dem Ziel den Rückstand gegenüber Xing wettzumachen.

Doch kommen wir zurück auf die Einflussnahme dieser beruflichen sozialen Netze auf den Arbeitsmarkt.

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass diese Netze bewirken, dass jeder einzelne User mehr und mehr zu seiner Eigenmarke wird und das Unternehmen, für das er tätig ist, zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird. Das hat natürlich auch zur Folge, dass es für Unternehmen zusehends schwieriger wird und damit auch aufwendiger, die außerberuflichen Ambitionen des Mitarbeiters im Zaum zu halten und zu kontrollieren.

 

„Arbeitet mein Mitarbeiter überhaupt noch für mich?“

Diese Frage stellen sich immer häufiger Unternehmer und Personalmanager. Auch die Reaktion auf diese Entwicklung wird von Unternehmen sehr unterschiedlich gehandhabt. Besonders im Außendienst werden dabei die Zügel oft sehr verkürzt, damit der Außendienst nur ja keine Möglichkeit hat außerberuflich aktiv zu werden. Doch diese Maßnahme ist oft der Start einer Kettenreaktion die bewirkt, dass sich Außendienst und Unternehmen rasch entfremden. Somit wird klar, dass diese Entwicklung eine steigende Dramatik beinhaltet.

 

Hat diese Entwicklung auch Vorteile für Unternehmen?

Was bei flüchtiger Betrachtung eine große Gefahr für Unternehmen darstellt, kann bei richtiger Mitarbeiterführung aber durchaus für alle Beteiligten sehr positive Folgen haben.

Wie wir im vorigen Beispiel gesehen haben, kann sich bei falscher Reaktion auf die „Eigenmarke“ des Mitarbeiters in den sozialen Netzwerken sehr rasch eine fatale Negativspirale einstellen, die dazu führt, dass das Unternehmen einen nachhaltigen Imageschaden davonträgt. Betrachten wir allerdings diesen Trend näher und analysieren die Vorgänge genau, so stellen wir fest, dass diese Entwicklung, bei richtigem Umgang, durchaus sehr viel positives Potenzial beinhaltet.

 

Der Mitarbeiter als Unternehmer?

Die zunehmende Vermarktung der Eigenmarke des Mitarbeiters verlangt dem Mitarbeiter nämlich auch unternehmerisches Denken und Handeln ab. Das bedeutet in weiterer Folge, dass der Mitarbeiter im Umgang mit diesen Netzwerken lernt, über seinen Tellerrand hinauszusehen und einen Weitblick an den Tag zu legen, da das Internet ein sehr langes Gedächtnis hat und man diesen Umstand Rechnung tragen muss und seine Entscheidungen langfristig trifft. Ein kleines Beispiel: Wenn sich ein Mitarbeiter nicht mit einem Unternehmen identifiziert, für das er gerade arbeitet und das auch in den entsprechenden sozialen Netzen kundtut, so wird diese Information, aufgrund des Langzeitgedächtnisses des Internets, auch dem künftigen Arbeitgeber zugetragen. Das bedeutet, dass jene Mitarbeiter die während eines aufrechten Arbeitsverhältnisses auch 100% hinter Ihrem Unternehmen stehen am Arbeitsmarkt langfristig die besseren Karten haben!

 

Fassen wir also zusammen, hat das Web 2.0 mit seinen sozialen Netzen für Unternehmen durchaus zwei maßgebliche Vorteile:

• Meine Mitarbeiter lernen unternehmerisches Denken und Handeln durch die „Eigenvermarktung“!

• Erfolgreiche Mitarbeiter lernen schnell, dass ihr Marktwert am Arbeitsmarkt gewaltig steigt, wenn Sie während ihres aufrechten Dienstverhältnisses 100% hinter Ihrem Unternehmen stehen und dieses professionell repräsentieren!

 

Die Vorteile dieser beiden Aspekte können aber nur jene Unternehmen nutzen, die lernen mit den sozialen Netzwerken richtig umzugehen …