Das erfolgreiche Coaching und Personal Training

Der Bereich um die Coaches, Personal Trainer usw. boomt in den letzten Jahren in einem unglaublichen Ausmaß. Nahezu alle erfolgreichen Manager, Politiker oder auch Schauspieler und Sportler haben Berater an Ihrer Seite, die ihnen mehr oder weniger erfolgreiche Tipps und Ratschläge erteilen, wie sie ihr Auftreten optimieren können. Es wird oftmals versucht nach Außen etwas darzustellen was man nicht ist, nur mit dem Ziel besser, erfolgreicher und beliebter zu werden. Doch was ist der Preis dieser Entwicklung? Was ist das Ergebnis wenn das Fremdbild (so wie uns andere Menschen erleben) etwas ganz anderes darstellt als des Selbstbild (so wie wir uns selbst erleben)?

 

Kann man noch authentisch und glaubwürdig auf andere wirken, wenn man nur mehr eine Marionette von Meinungsumfragen ist? Wenn man so aalglatt ist, dass das Fremdbild gar kein Profil mehr besitzt, sondern nur mehr ein sich ständig veränderndes Konzept ist, das längst keinen eigenen Standpunkt mehr vertritt? Wir alle kennen diese „Gummimenschen“ aus den täglichen Nachrichten! Zum Teil ersparen wir uns dadurch mitunter eine kurzweilige Unterhaltung die wir sonst nur aus Komödien kennen. Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen in welche Richtung sich das Bild der klassischen Spitzenpolitiker mittlerweile entwickelt hat, deren Standpunkte sich so rasch ändern wie die Wetterlage im Gebirge. Doch nicht nur in der Politik geschehen diese sehr markanten Manifestationen menschlichen Verhaltens, das uns Normalsterbliche oft ein Schmunzeln entlockt oder manchmal einfach nur ein verständnisloses Kopfschütteln. Auch die Stars der Unterhaltungswelt kämpfen verbissen um Aufmerksamkeit, um Einschaltquoten und um mediale Präsenz. Da kann es schon mal vorkommen, dass bewusste in Umkauf gebrachte, sensationelle Falschmeldungen kursieren, nur um es auf eine Titelseite zu schaffen, bevor der Stern der Bekanntheit nicht gänzlich untergeht und in der Versenkung des Vergessens eintaucht. So unterschiedlich diese Bereiche auch sind, so ähnlich sind sich die Mechanismen die dazu führen.

©1998, Martin Scheibelhofer