Bereits seit einiger Zeit herrscht bei den Verlagen Katerstimmung, wenn es um das Web 2.0 geht. Der Umstand, dass das Informationsweb nahezu ohne Zeitverzögerung Informationen für die ganze Welt online kostenlos verfügbar macht, trifft natürlich jene Branche besonders hart, die mit dem Publizieren von Informationen bisher ihr Geld verdient haben – die Verlage!

Diese Argumentation ist durchaus verständlich und die Sorge im Verlagswesen berechtigt, wenn sie meinen, dass gut recherchierter Content nun einmal durch viel Zeit- und Geldaufwand erstellt wird und dieser Aufwand entsprechend abgegolten werden sollte. Wie Sie als Leser gerade selbst in diesem Moment zeigen, beobachten wir andererseits jeden Tag, dass das Web 2.0 in den zahllosen Blogs immer wieder neue Informationen, Meinungen, Gedanken und Schlussfolgerungen aus dem Internet hervorbringt und somit ebenso einen, mehr oder weniger fundamentalen Beitrag zur Informationsgesellschaft leisten.

Lassen Sie mich wieder einen Gedankensprung zum Titel machen, wo ich das iPad als mögliche neue Chance bezeichnet habe. Gemeint ist, dass durch die restriktive App’s Kultur im Apple iPad, Verleger nun die Chance erhalten, durch das Anbieten entsprechender App’s, deren Content auf eine lukrative Basis zu stellen und endlich die verdiente Abgeltung Ihrer Informationsbereitstellung erhalten.

iPad als Lösung oder als Anfang vom Ende?

Sicherlich erscheint auf den ersten Blick das iPad tatsächlich der lang ersehnte Ausweg aus der, seit Langem bekannten, Misere zu sein. Verleger haben nun die Möglichkeit Ihren Content über App’s entsprechend abgegolten zu bekommen und eine vermeintliche Lösung dieses, seit Langem bestehenden, Problems scheint vorerst gefunden.

Wie geht es weiter mit dem App-Store?

Betrachten wir die Erfolgsgeschichte von Apple, insbesondere den App-Store, so muss selbst der Mitbewerb neidlos anerkennen, dass das dahinterstehende Marketingkonzept bis ins kleinste Detail durchdacht und schlichtweg genial war. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man vermutlich Microsoft öffentlich hingerichtet hätte (und in der Vergangenheit bereits in zahlreichen Wettbewerbsverfahren auch mit satten Strafen belegt hat), wenn Microsoft versuchen würde, ein derart geschlossenes System zu vertreiben. Aber da Apple die längste Zeit im Schatten von Microsoft stand, war es möglich still und heimlich ein derartig rigides System aufzubauen, wo ein Apple Nutzer in eine vollkommene Abhängigkeit gezwungen wird – Oder glauben Sie, dass sie als Apple User die Wahl haben Ihre Apps nach belieben auch zum Beispiel aus dem Ovi Store von Nokia zu beziehen? Bleibt nur abzuwarten, wann die Wettbewerbshüter sich dieser Thematik Annehmen werden…

Und wie geht es weiter?

Nun, diese Frage kann ich nicht beantworten – aber ich bin sehr gespannt. Ich denke aber, dass sich Apple langfristig wird öffnen müssen, was den Wettbewerb entsprechend anregen wird. Was diese Entwicklung aber längerfristig für das Verlagswesen bedeutet, wird spannend bleiben! Fest steht aber, dass auch hier die marktwirtschaftlichen Mechanismen greifen werden, die wir schon aus der Natur kennen: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen fressen die Langsamen!” Daher wir es auch in diesem Bereich zu einer globalen Marktbereinigung kommen, bei der jene Akteure, die sich als Opfer sehen und die Situation krank reden bestraft werden und jene Akteure, die flexibel auf Entwicklungen eingehen und Ihre Stärken ausbauen, um die Zukunft mitzugestalten werden belohnt.

Welcher Konsument kennt diese nicht, dass er bei verschiedensten Anlässen in allen möglichen Lebensbereichen mit Werbeartikeln versorgt oder auch überhäuft wird? Egal ob zu Haus per Post, im Beruf von Geschäftspartnern oder auch auf privaten Shopping-Touren – Unternehmen versuchen wo es geht ihre Kunden bzw. vor allem die potentiellen Kunden mit Werbegeschenken zu versorgen, um so mehr Aufmerksamkeit von der Gesellschaft zu erhalten, als die Konkurrenz. Natürlich kann dies, sofern es ein unzumutbares Ausmaß annimmt, für die „beschenkte” Person durchaus nervig werden. Doch muss auch gesagt werden, dass viele Werbeartikel nützlich sein können und der Person sozusagen „gratis” einen Mehrwert bringen.

Solche Geschenke, welche die meisten Personen immer wieder gebrauchen können sind beispielsweise Schlüsselanhänger, Kugelschreiben oder – vor allem für Raucher – Feuerzeuge. All diese Produkte sind für die Unternehmen noch vergleichsweise günstig. Ein besonderer Werbeartikel-Trend ist aktuell der USB-Stick. Auch dieser ist bereits sehr preiswert zu beziehen und nahezu jeder Mensch kann den kleinen Datenspeicher im heutigen Multimedia-Zeitalter durchaus gebrauchen.

Literaturempfehlung:

Die Automobil Branche zeigt uns immer wieder von Neuem, dass sie sehr innovativ und kreativ sein kann! In diesem Beispiel ein gelungenes Video zum Thema Sicherheit 😉

Literaturempfehlung:

Neben meiner Beratertätigkeit bin ich auch seit mittlerweile über 17 Jahren im Betrieb meines Bruders tätig und zeichne mich dort hauptsächlich für PR und Marketing verantwortlich. Einer der Hauptsparten dieses Betriebes ist der Ofenbau (Kachelöfen, Kamine und Specksteinöfen). Mit dem Markennamen Spirit of Fire konnte die letzten 12 Jahre sehr erfolgreich nicht nur eine Vollkachel Keramik Linie aufgebaut werden, sondern es wird auch eine sehr konsequente, qualitativ hochwertige, Produktphilosophie verfolgt. So ist Spirit of Fire etwa ein strenger Verfechter „echter Kachelöfen“, welche einen vollkeramischen Strahlungsmantel besitzen – auch unter verputzten Flächen!

Erfolgreiche Ideen werden gerne kopiert!

Für eine umfassende PR und Marketingbetreuung ist es auch notwendig, den jeweiligen Mitbewerb im Auge zu behalten. Diese regelmäßige Monitoring Maßnahme für Spirit of Fire zauberte mir heute ein Schmunzeln in mein Gesicht. Als ich las, dass ein kleiner, regional naher, Mitbewerber plötzlich eine Hausmesse beworben hat und als Eye Catcher ausgerechnet „seine Vollkeramik Innovation“ ankündigt. Darum nahm ich mir die Zeit und habe diesen bezahlten PR Beitrag in einer Regionalzeitung ganz durchgelesen und war schließlich vollends erheitert, dass nun dieser Mitbewerber die „strikte Spirit of Fire Philosophie“, die festschreibt, dass ein perfekter Strahlungsmantel immer vollkeramisch gebaut sein muss, plötzlich gut heißt und werblich als „Die Revolution: Vollkeramik Kachelöfen“ bezeichnet.

Billige Kopie – oder wie man Kunden für dumm verkaufen will!

So richtig amüsiert war ich allerdings, als dieser Ofenbauer „seine Vollkeramik Kachelofen Neuheit“ im Rahmen seiner Hausmesse mit Rabatten bis -50% angeboten hat. Bei derartigen Werbeaktionen frage ich mich oft: „Für wie blöd halten manche Firmen ihre Kunden?“ Jeder Geschäftsmann, der von Betriebsführung, Produktpolitik und Preispolitik schon einmal etwas gehört hat, wird sich fragen, wie das möglich ist, dass man einen Kachelofen plötzlich zum halben Preis anbieten kann (wohlgemerkt keine Auslaufmodelle sondern normale aktuelle Kachelöfen)!? Jeder der sich im Rahmen des Marketings schon einmal mit Preispolitik befasst hat weiß, dass Rabatte zuvor auf den kalkulierten Verkaufspreis aufgeschlagen werden müssen, damit im Endeffekt ein wirtschaftliches Ergebnis übrig bleibt. Wenn nun also jemand 50% Rabatt gewähren kann, müssen diese 50% irgendwann einmal auf den Preis aufgeschlagen worden sein (an dieser Stelle möchte ich allerdings der Vollständigkeit halber Anmerken, dass im Rahmen von Sortimentswechsel, durch Abverkäufe etc. solche Aktionen durchaus wirtschaftlich Sinn machen können, da es für große Firmen oft günstiger ist alte Ware unterpreisig los zu werden als diese als unverkäuflich in den Regalen zu horten, wenn neue Modelle erscheinen).

Verkaufsargumente wie im Basar – Zielgruppe „Rabattkäufer“!

Viele kennen aus dem Urlaub in südlichen Ländern das Feilschen mit Straßenhändlern. Der Verkäufer argumentiert dann gerne im Abschlussgespräch mit „da verdiene ich nichts mehr und muss selbst noch was drauflegen, aber weil sie es sind, gebe ich nochmals 20%“. Der vermeintliche Schnäppchen Kunde freut sich dann maßlos, dass er ein derart guter Feilscher ist, und unterschreibt zufrieden den Kaufvertrag. Mich würde interessieren, ob sich dieser übervorteilte Kunde jemals die Frage stellt, ob andere Kunden, die nicht bis zum letzten Feilschen, dann mit dem vollen Kaufpreis über den Tisch gezogen werden? Fest steht, dass die klassischen Opfer dieser Rabattverkäufer die sogenannten Rabattkäufer sind. Ein guter Hard Selling Verkäufer erkennt diese Käuferschichten eigentlich relativ leicht, da diese oft im Erstgespräch, noch bevor vom Angebot oder von Produktdetails die Rede ist, nach den Rabatten fragen.

Glücklicherweise sehe ich in der Praxis, dass solche irrationalen Rabattaktionen von kritischen Konsumenten auch entsprechend erkannt werden und der Geschäftemacher seine Rechnung meist unvermittelt am Erfolg ablesen kann…

Literaturempfehlung:

 

Das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist das Web 2.0! Hier bei diesem Beispiel wurde eindrucksvoll gezeigt, dass Kreativität im Internet nahezu alles möglich macht – auch ohne großes Budget! Genießen Sie diese kurze Youtube Sequenz wie Alec Brownstein zu seinem Traumjob gekommen ist bei Y&R, New York für gerade mal 6$ für Adwords Werbung! Alec startete eine Adwords Kampagne und erreichte somit direkt sein Zielpublikum… 🙂