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Wie einfach war doch das Leben für Unternehmer vor Facebook & Co.!

Noch vor 30 Jahren hat es gereicht, wenn sich der Unternehmer regelmäßig „im Gasthaus hat sehen lassen“. Dort wurde durch Mundpropaganda und am Stammtisch kurz abgeklärt, ob er die Wünsche seiner Kunden erfüllen kann. War der Unternehmer über die Dorfgrenzen hinaus aktiv, so hat er hin und wieder ein Zeitungsinserat geschalten oder mal einen Post Wurf in der Zielregion verschickt.

Heute funktioniert diese Art der Informationsbeschaffung funktionell ganz ähnlich. Nur mit dem Unterschied, dass der Kunde sein Smartphone zur Hand nimmt und kurzerhand im Internet checkt, wo er das bekommt wonach er sucht. Weiterlesen

Google stellt neue Brille vor!

Mit dieser Brille trägt jeder einen kleinen Computer auf der Nase und kann überall und zu jeder Zeit über Sprachsteuerung die benötigten Informationen googlen… Man muss weder lesen noch schreiben können, da diese Fertigkeiten durch die Sprachsteuerung ersetzt werden!

 

Pinterest boomt mit unglaublichen Zuwachszahlen!

Für jene, die Pinterest (noch) nicht kennen, es handelt sich um eine Art soziales Netz, wo nur mehr Bilder geteilt werden und durch „folgen“ und „re-pinnen“ eine Collage aus eigenen Bildern und Bildern von Anderen entsteht – vollkommen ohne Buchstaben …

 

Auch in meinem beruflichen Tun merke ich zunehmend, dass schriftliche Inhalte immer weniger wahrgenommen werden und nur mehr mit auffälligen Bildern ein Feedback zu erreichen ist. Auch dabei scheint die Devise zu sein: „Auffallen um jeden Preis!“…

 

 

Was bedeutet diese Entwicklung in der Praxis? Sind die (funktionellen) Analphabeten auf dem Vormarsch und überrollen sie uns? Weiterlesen

Bereits seit einiger Zeit herrscht bei den Verlagen Katerstimmung, wenn es um das Web 2.0 geht. Der Umstand, dass das Informationsweb nahezu ohne Zeitverzögerung Informationen für die ganze Welt online kostenlos verfügbar macht, trifft natürlich jene Branche besonders hart, die mit dem Publizieren von Informationen bisher ihr Geld verdient haben – die Verlage!

Diese Argumentation ist durchaus verständlich und die Sorge im Verlagswesen berechtigt, wenn sie meinen, dass gut recherchierter Content nun einmal durch viel Zeit- und Geldaufwand erstellt wird und dieser Aufwand entsprechend abgegolten werden sollte. Wie Sie als Leser gerade selbst in diesem Moment zeigen, beobachten wir andererseits jeden Tag, dass das Web 2.0 in den zahllosen Blogs immer wieder neue Informationen, Meinungen, Gedanken und Schlussfolgerungen aus dem Internet hervorbringt und somit ebenso einen, mehr oder weniger fundamentalen Beitrag zur Informationsgesellschaft leisten.

Lassen Sie mich wieder einen Gedankensprung zum Titel machen, wo ich das iPad als mögliche neue Chance bezeichnet habe. Gemeint ist, dass durch die restriktive App’s Kultur im Apple iPad, Verleger nun die Chance erhalten, durch das Anbieten entsprechender App’s, deren Content auf eine lukrative Basis zu stellen und endlich die verdiente Abgeltung Ihrer Informationsbereitstellung erhalten.

iPad als Lösung oder als Anfang vom Ende?

Sicherlich erscheint auf den ersten Blick das iPad tatsächlich der lang ersehnte Ausweg aus der, seit Langem bekannten, Misere zu sein. Verleger haben nun die Möglichkeit Ihren Content über App’s entsprechend abgegolten zu bekommen und eine vermeintliche Lösung dieses, seit Langem bestehenden, Problems scheint vorerst gefunden.

Wie geht es weiter mit dem App-Store?

Betrachten wir die Erfolgsgeschichte von Apple, insbesondere den App-Store, so muss selbst der Mitbewerb neidlos anerkennen, dass das dahinterstehende Marketingkonzept bis ins kleinste Detail durchdacht und schlichtweg genial war. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man vermutlich Microsoft öffentlich hingerichtet hätte (und in der Vergangenheit bereits in zahlreichen Wettbewerbsverfahren auch mit satten Strafen belegt hat), wenn Microsoft versuchen würde, ein derart geschlossenes System zu vertreiben. Aber da Apple die längste Zeit im Schatten von Microsoft stand, war es möglich still und heimlich ein derartig rigides System aufzubauen, wo ein Apple Nutzer in eine vollkommene Abhängigkeit gezwungen wird – Oder glauben Sie, dass sie als Apple User die Wahl haben Ihre Apps nach belieben auch zum Beispiel aus dem Ovi Store von Nokia zu beziehen? Bleibt nur abzuwarten, wann die Wettbewerbshüter sich dieser Thematik Annehmen werden…

Und wie geht es weiter?

Nun, diese Frage kann ich nicht beantworten – aber ich bin sehr gespannt. Ich denke aber, dass sich Apple langfristig wird öffnen müssen, was den Wettbewerb entsprechend anregen wird. Was diese Entwicklung aber längerfristig für das Verlagswesen bedeutet, wird spannend bleiben! Fest steht aber, dass auch hier die marktwirtschaftlichen Mechanismen greifen werden, die wir schon aus der Natur kennen: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen fressen die Langsamen!” Daher wir es auch in diesem Bereich zu einer globalen Marktbereinigung kommen, bei der jene Akteure, die sich als Opfer sehen und die Situation krank reden bestraft werden und jene Akteure, die flexibel auf Entwicklungen eingehen und Ihre Stärken ausbauen, um die Zukunft mitzugestalten werden belohnt.

„Lass uns mal eben Networken!”

Ein Ratgeber für Firmen, die sich für die Kommunikation im Web 2.0 interessieren!

Ein oftmaliger Irrglaube ist es, wenn man meint, dass das „soziale Networken” eine marketingtechnische Modeerscheinung ist, der man eben mal halbherzig seine Aufmerksamkeit schenkt, um mit der Zeit zu gehen. Vielmehr handelt es sich dabei um einen, durch die neuen Medien entstandenen, zusätzlichen Kommunikationskanal der in die bestehende Unternehmenskommunikation eingebunden werden muss um ihn erfolgreich nutzen zu können. Im Prinzip stellt es, nach der Einführung des Telefons (Inbetriebnahme des ersten Ferngesprächsnetzes in New York, 1885), des Telefax (Ende der 70er Jahre) und des e-Mails (Ende der 80er Jahre), einen weiteren Meilenstein in der Unternehmenskommunikation dar.

Bevor wir uns nun weiter gemeinsam mit dieser Thematik auseinandersetzen, sollten Sie sich allerdings unbedingt bewusst werden, dass man die Vorteile des Web 2.0 nur nutzen kann, wenn man aus Überzeugung diesen Schritt macht und ihn nicht „halbherzig passieren” lässt! Der Grund für meine Einschränkung ist recht einfach erklärt! Es gibt sehr sehr viele Angebote diesbezüglich am Markt, die einem das blaue vom Himmel versprechen, sowie Reichtum über Nacht und ohne Zutun! Genau das ist auch die Gefahr des Web 2.0. Es ist offen für alle und kann auch von allen genutzt werden. Leider birgt diese völlige Offenheit auch die Gefahr in sich zu glauben, dass durch dieses globale Vorhandensein des gesamten Wissens der Menschheit einem auch alles ohne Zutun in die Hände fällt – das ist nicht der Fall! Auch im Internet des 21 Jahrhunderts gilt: Ohne Fleiß kein Preis!

So sollte man sich zum Beispiel darüber im Klaren sein, dass soziale Netzwerke organismisch funktionieren, da Menschen im Hintergrund stehen und daher so ein Netzwerk nicht von heute auf morgen einfach da ist, sondern langsam aufgebaut und gepflegt werden muss!

Das Internet hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Seit Tim O’Reilly im Jahr 2005 den Begriff des Web 2.0 nachhaltig geprägt hat, hat sich die Präsentation von Unternehmen im Internet vollkommen verändert. Das Ende der Zeiten, wo eine Homepage ein reines einseitiges Präsentationsmedium war, ist damit eingeläutet worden. Soziale Netzwerke, Foren und Microbloggingdienste à  la Twitter etc. sind massiv auf dem Vormarsch! Das Web 2.0, auch als interaktives- oder Dialogweb bezeichnet, ist dabei den klassischen einseitigen Präsentations-Internetauftritt von Unternehmen zu verändern.

Kunden holen sich Ihre Informationen in sozialen Netzwerken, Foren und Microbloggingdiensten!

Studien haben ergeben, dass 3 von 4 Personen in Europa sich vor einer Kaufentscheidung im Internet informieren.

Was bedeutet diese Entwicklung nun für Ihr Unternehmen?

Ganz einfach! Der Dialog im Internet findet statt! Egal ob mit Ihnen oder ohne Sie! Sie haben daher die Möglichkeit diesen Trend zu ignorieren und zu warten was passieren wird, oder Sie nehmen aktiv daran teil und etablieren sich somit als Experte auf Ihrem Gebiet.

Worauf muss ich als Unternehmen bei meinem Einstieg ins Web 2.0 achten?

Auch diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten! Hören Sie zu was im Internet „gesprochen” wird und bleiben Sie in Ihrem Auftreten immer authentisch!

Natürlich ist die Umsetzung dieser einfachen Regel in der Praxis oft nicht so leicht, da Fehler im Dialogweb prompt bestraft werden, da der Unternehmer ständig mit dem Umstand konfrontiert ist, dass er auf seine Aktionen im Internet ein Feedback erhält und das entscheidet letztlich ob sich das Unternehmen als kompetent und vertrauenswürdig etablieren kann!

Welche Maßnahmen umfasst die Implementierung des Web 2.0 in meine Unternehmenskommunikation?

Diese Frage ist nicht mehr ganz so allgemein zu beantworten, da dies sehr davon abhängt wie genau die bestehende Kommunikationsstrategie definiert ist.

Grundlage der Kommunikationsstrategie und der daraus resultierenden Maßnahmen bildet das unternehmerische, langfristige Marketingkonzept. Wenn dieses bereits definiert und vorhanden ist, ist es möglich die Detailschritte der Web 2.0 Implementierung festzuhalten und anhand eines Umsetzungskonzeptes Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen! Falls es im Unternehmen noch keine umfassende Kommunikationsstrategie gibt, auf die ein Marketingkonzept aufbauen kann, so sollte dieses unbedingt vorher gemacht werden!

Die häufigsten Fehler?

Leider glauben viele, dass es mit der Erstellung einer Facebook Fanseite sowie eines Twitteraccounts getan ist und man so gerüstet ist für das Web 2.0! In solchen Fällen kommt dann meist nach einigen Wochen und Monaten dann die entsprechende Ernüchterung, wenn frustrierten Mitarbeitern vorgeworfen wird, dass sie nur mehr auf Facebook surfen und die Geschäftsleitung entnervt die Frage nach dem ROI stellt! Die Gründe dafür sind vielfältig und passieren meist dann, wenn man, wie eingangs erwähnt, den Einstieg ins Web 2.0 eben mal „halbherzig passieren” lässt und sind oft die Folgefehler folgender Versäumnisse:

–  Fehlendes Kommunikationskonzept

–  Fehlendes Marketingkonzept

– Mangelhafte Mitarbeiterschulung

– Halbherzige Maßnahmen

–  Konzept- und planloses Vorgehen

Daher ist es sinnvoll, wenn man sich neben den primären Maßnahmen (Präsenz in den sozialen Netzwerken, Einbindung der Web 2.0 Kommunikation in die Unternehmenskommunikation, aktive Teilnahme an Foren und Blogs etc.) auch verstärkt um die sekundären Maßnahmen (SEO, SEM, virales Marketing, klassische Werbung etc.) kümmert, damit sich auch ein messbarer Erfolg einstellt. Ein weiterer Grund für ein geplantes konzeptionelles Vorgehen ist auch der Umstand, dass alle diese Maßnahmen miteinander vernetzt sind und sich gegenseitig beeinflussen. Zum Beispiel wirkt sich eine Foren- und Blogteilnahme auch auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Eine Suchmaschinenoptimierung wirkt sich wieder auf die Besucherfrequenz der eignen Homepage aus, was wieder Einfluss auf die direkten Interessentenanfragen aus dem Internet hat usw.!

Sie sehen also, dass es sich bei diesem Thema um einen kybernetischen Zusammenhang vieler Komponenten handelt, die, bei richtiger Planung und Umsetzung, Ihre gesetzten Maßnahmen zu Multiplikatoren Ihres Geschäftserfolges machen können!

„Neue Studien belegen, dass Teenager sozial und intellektuell von digitalen Medien profitieren!”

Diese Ãœberschrift las ich in der letzten Psychologie heute. Demnach tauchen in der Literatur vermehrt Untersuchungen auf, welche die positiven Effekte auf die Jugend unterstreichen. Noch vor wenigen Jahren sahen die Untersuchungsergebnisse zu diesem Thema ganz anders aus. Damals waren sich viele Fachleute einig, dass das „böse Internet” eine Gefahr für unsere Jugend darstellt und man sehr aufpassen müsse auf unsere Jugend.

Wie ist diese Trendumkehr zu erklären?

In diesem Zusammenhang gibt es sicherlich viele Aspekte zu berücksichtigen.

Ein technischer Aspekt, den viele Wissenschafter sicher vehement zurückweisen beruht sicher auf dem Sprichwort: „Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!”. Im Rahmen meines Psychologiestudiums habe ich mich, wie in Graz üblich, auch sehr intensiv mit dem Thema Statistik und den entsprechenden Tests und wissenschaftlichen Studien befasst. Jeder der mit der statistischen Materie vertraut ist weiß, dass man Testergebnisse mittels statistischer Verfahren dahingehend „modifizieren” kann, dass Sie zwar mathematisch korrekt bearbeitet wurden, aber zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen. Daher kann man, wissenschaftlich/statistisch korrekt die Ergebnisse unterschiedlich darstellen. Ich möchte hier ganz bewusst nicht tiefer in diese Materie einsteigen und über Validität und Reliabilität etc. sprechen, da das dieses Thema sprengen würde.

Der Aspekt der Interpretation der statistischen Ergebnisse ist im Anschluss ein weiterer wichtiger Punkt, der einer Studie die Kernaussage verleiht. Die wissenschaftliche Interpretation wird natürlich, auch bei Einhaltung der wissenschaftlichen Kriterien, immer mit dem Hintergrund einer Hypothese stattfinden, die es zu Verifizieren oder zu Falsifizieren gilt. Und in diesen Untersuchungen haben zumeist die Autoren einer Studie eine Ahnung, was denn das Ergebnis sein könnte.

Wenn wir nun unter diesen beiden Aspekten diesen Sinneswandel erneut betrachten, stellen wir fest, dass in den 90er Jahren das Internet eher eine Randerscheinung und vollkommen ungeordnet war. Das Thema web 2.0, soziale Netzwerke, Twitter, Foren usw. waren noch nicht einmal angedacht. Daher wurden auch hauptsächlich Studien anhand kleiner Randgruppen erstellt, die natürlich erwartungsgemäß eine Signifikanz aufgewiesen haben. Mittlerweile leben wir mitten im web 2.0, das Internet ist ein Massenmedium geworden und die Generation, die mit dem Medium Internet aufgewachsen ist, ist bereits im Berufsleben. Die gesamte Kommunikation ist nachhaltig verändert worden.

Unter diesen Gesichtspunkten ist es nicht verwunderlich, dass Wissenschafter in Ihren Studien dem Internet mittlerweile durchaus positive Effekte zuordnen. Eine sehr umfassende Studie zu diesem Thema machte unter anderem die MacArthur Foundation (Living and learning with new media Press 2009) in den USA